Eltern-Fortbildung am 28.10.2019

«Reicht SCHLAU SEIN für eine erfolgreiche Schullaufbahn?»

Dr. phil. Kevin Wingeier

www.lernpraxis.ch

Wir wollen doch alle das Beste für unsere Kinder und dass sie «einfach und problemlos» durch die obligatorische Schulzeit kommen. Aber reicht dafür, dass unsere Kinder schlau sind? Oder müssen sie trainieren/lernen/büffeln/üben, usw.? Oder was müssen sogar wir Eltern dazu beitragen…?

Kevin Wingeier von der Lernpraxis am Klus Park Zürich zeigte uns in einem spannenden und rasanten Vortrag auf, welche Fertigkeiten nötig sind, um erfolgreich durch den Schulalltag zu kommen. Er erklärte uns, dass die sogenannten exekutiven Funktionen unsere Leistungsfähigkeit beeinflussen und unser Verhalten unter Berücksichtigung der aktuellen Umweltbedingungen steuern. Exekutive Funktionen (EF) sind Funktionen, die hauptsächlich im vorderen Bereich unseres Gehirns – dem sogenannten Frontallappen – verarbeitet werden. Zu diesen EF gehören die Impulskontrolle (warten können), die Fähigkeit sich Dinge zu merken und Informationen weiter zu verarbeiten und die kognitive Flexibilität (Handlungsplanung und Offenheit gegenüber Veränderungen).

Exekutive Funktionen haben einen grossen Einfluss auf die Lernleistung (besonders in Mathematik und Sprache) und sind auch eine Zielsetzung im Lehrplan 21 (unter den Sozialen Kompetenzen zusammengefasst). Aber keine Angst; sie können trainiert werden! Und dies ganz entspannt und kindergerecht verpackt in Gesellschaftsspielen.

Welche Spiele sich besonders zur Förderung der Hirnfunktionen eignen, kann auf der empfohlenen Spielliste nachgelesen werden.Wer hätte gedacht, dass man spielend schlauer werden kann…?

  


Eltern-Fortbildung am 22.03.2018

Thema: Coole Sprüche gegen fliegende Fäuste

Bianca Garbers

http://bianca.garbers.net 

Mit coolen Sprüchen rät Bianca Garbers dem negativen Kreislauf zu entkommen und den «Angreifer» mit Schlagfertigkeit Schachmatt zu setzen. Dies lernten am 22.03.2018 gegen 20 interessierte Eltern im Mehrzweckraum des Schulhaus Widacher.

Frau Garbers, diplomierte Sozialarbeiterin und kompetente Fachperson in Erziehungsfragen, wurde selbst als Kind oft gehänselt, da sie eher klein war und noch immer ist. Anstatt mit Fäusten zurück zu schlagen, eignete sie sich coole Sprüche an, um «Zwerg», «Brillenschlange», etc. zu begegnen. Die anwesenden Eltern könnte sie mit ihrer Strategie, die Kinder auf solche verbalen Angriffe vorzubereiten und einen Schutzmechanismus aufzubauen, überzeugen und ermutigen. Mit ihren unterhaltsam vorgetragenen Schlagwörtern hatte sie die Lacher auf ihrer Seite und motivierte, diese mit den eigenen Kindern gleich zu üben.

Der Elternrat der Primarschule Rüti kann Frau Garbers nur weiterempfehlen.



Eltern-Fortbildung vom 15.11.2018

Thema: Mediennutzung

Zischtig.ch

www.zischtig.ch

Die Fachpersonen von zischtig.ch nahmen uns an diesem Abend mit auf eine digitale Reise, auf der schnell klar wurde, dass für unsere Kids die digitalen Medien längst zum normalen Alltag gehören. Darum ist es wichtig, ihnen die Nutzung dieser Medien nicht zu verbieten, sonst erhalten diese eine Sonderstellung und sind um so verlockender. Wir Eltern sollten unsere Kinder bei der Nutzung begleiten und beratend zur Seite stehen. Dies bedingt aber, dass wir uns auch mit diesen Medien auskennen.

Wir erhielten an diesem Abend einen Einblick auf drei momentan angesagte Socialmedia-Apps Instagram, Snapchat und TikTok (ehemals musical.ly) und erfuhren, warum diese gerade so Inn sind. Kinder wollen dabei sein, wollen kommunizieren und Spass haben. Dazu gehören aber auch Regeln, die jede Familie selbst festlegen muss. Was, wie oft, bzw. wie lange, ist alters abhängig. Auch dazu gibt zischtig.ch Tipps.

Und zu guter Letzt sind und bleiben wir auch bei diesem Thema Vorbild. Wie und wie oft nutzen wir selbst unsere Smartphones? Ist das Handy beim Essen an oder aus, nehmen wir es mit ins Schlafzimmer, etc.? All diese Gewohnheiten übernehmen unsere Kinder. Darum gilt; wir können eine gesunde Mediennutzung nur vorleben und nebst dem Digitalen möglichst viel gemeinsame, digital freie Zeit und Hobbies mit unseren Kindern verbringen.

aktuelle Informationen unter www.zischitg.ch


Eltern-Fortbildung 18.03.2019

«Stress achtsam begegnen»

Ursula Rusterholz

www.stillequelle.ch

 

Wer kennt sie nicht, die stressigen Situationen? In denen wir plötzlich neben unseren Schuhen stehen, vielleicht Dinge sagen, die wir nie sagen wollten, und fühlen uns dabei ohnmächtig oder wütend. Ursula Rusterholz, Achtsamkeitslehrerin mit eigener Praxis in Richterswil, schilderte uns eindrücklich, wie Stress entsteht und was Stress in unserem Körper für Prozesse auslöst. Da Stress so alt ist wie die Menschheit, wurde er über all die Jahre weitervererbt und ist eigentlich ein Geniestreich der Natur, der für die Homosapiens überlebenswichtig war. Dies ist heutzutage nur noch in wenigen Situationen gegeben, unser Körper ist aber trotzdem in Alarmbereitschaft und zu Höchstleistungen fähig. Diese Energie muss abgebaut werden, sonst «explodiert Mann/Frau/Kind». Wichtig ist, dass wir uns bewusst sind, was bei uns Stress auslöst und wie wir damit umgehen können. Zentral dabei sind Erholungsphasen, die wir zwischen den Stress-Ereignissen brauchen, sonst wird der Stress zum Gesundheitsrisiko.

Achtsamkeit ist eine Möglichkeit, Stress zu begegnen. Achtsamkeit ist die Kunst, im hier und jetzt zu sein. Dabei sind Körper, Gefühle und Gedanken im Einklang und bei der gleichen Sache. Wenn uns dies gelingt, erlangen wir eine innere Balance, die uns Kraft gibt und zum eigenen Glück verhilft.

Kinder haben uns einiges voraus; sie sind prozessorientiert (wir zielorientiert) und leben im Moment. Wir können üben, ein Bewusstsein für ihre und auch unsere eigenen Bedürfnisse zu entwickeln, voll und ganz präsent zu sein, wenn sie uns etwas erzählen wollen. Wenn wir unsere reaktiven Impulse kennen, können wir unsere Reaktionen besser steuern und Mitgefühl mit uns und unseren Kindern aufbauen.

Frau Rusterholz schilderte uns abschliessend verschiedene Achtsamkeitsübungen für uns selbst, aber auch gemeinsam mit unseren Kindern, damit wir gegenwärtig bleiben und die Wahl haben, wie wir mit unserem Stress umgehen.